Bei Patio Antiques erzählen die Möbel Geschichten

Geschäft, Design, Antiquitäten, Lampen

Sybille Krüger hat ein Händchen für das Besondere – Antikes und mehr

Sybille Krüger hat ein Auge für das Außergewöhnliche. Ob in Schweden, Belgien, Frankreich oder Dänemark – die Hamburgerin erkennt besondere Wohnschätze auf den ersten Blick. Wer die Tür zu ihrem Einrichtungshaus Patio Antiques im Hanseviertel öffnet, taucht in eine andere Welt ein. Dänische Kommoden stehen neben historischen Karussellpferden aus den 1940er-Jahren, chinesische Ehrentafeln hinter Tischen aus Russland, vis-à-vis der französische Kaminspiegeln. Wer einen Besuch im Patio Antiques plant, darf ruhig eines mitbringen: Zeit und Liebe zum Detail. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, oft auch jahreszeitlich inspiriert. In der Vorweihnachtszeit funkeln beispielsweise riesengroße rote Christbaumkugeln an Tannenzweigen, silberner Baumschmuck zieht die Blicke auf sich. Für viele gehört der Besuch des besonderen Hauses mit zur Adventszeit wie Stollen und Lebkuchen. Viele Kunden kennt Sybille Krüger seit Jahrzehnten, öffnet sie doch schon seit 1990 ihre Türen im Hanseviertel.

Die exquisite Lage im Herzen der Innenstadt lockt auch viele internationale Gäste an. „Wir haben sogar schon einmal Lampen nach Tasmanien verschickt“, erzählt Sybille Krüger, die sich mit ihren Kunden auf Englisch, Spanisch, Französisch oder Schwedisch unterhalten kann. Und im Zweifel auch mit Händen und Füßen – die gemeinsame Leidenschaft für schönes Interieur überwindet auch kleine Sprachbarrieren. Die Hamburgerin mit dem Blick für ausgefallene Möbel und interessante Dekorationsartikel stattet auch Premium-Suiten in führenden Hotels aus. Gegenstände mit Geschichte – das ist genau ihre Welt.

Sätze wie „das geht nicht“ oder „das kann man doch nicht machen“, gibt es bei der Hamburgerin nicht. Beim Einrichten sei erlaubt, was gefällt. Gerade der Mix aus verschiedenen Epochen oder Stilen – ein „Crossover“, wie sie es nennt – mache eine Wohnung oder ein Haus interessant. „Ein ganzes Wohnzimmer im Chippendale-Stil stellt sich heute niemand mehr hin“, weiß Sybille Krüger aus Erfahrung. Mit Fingerspitzengefühl und Intuition geht sie regelmäßig auf Reisen und sucht ausgefallene Stücke, die das Herz ihrer Kunden höher schlagen lassen. Dafür hat sie in ganz Europa Kontakte geknüpft, kennt Antikkenner, die für sie das ganze Jahr über die Augen nach interessanten Objekten offen halten.

Einen Namen hat sie sich auch als Lampendesignerin gemacht. Eine Leuchte von der Stange sucht man bei ihr vergebens. Als Lampenfuß kommen oft Objekte zum Einsatz, die aus ganz anderen Lebensbereichen stammen, wie beispielsweise zwei 80 Jahre alte Felgen aus Holland. Schirm und Gestell wurden von erfahrenen Handwerkern – jeder für sich ein Künstler – gefertigt. Beim Lampendesign sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Einmal brachte ein Kunde eine historische, kleine Schreibmaschine zu uns. Die haben wir zu einer Lampe gemacht, nun ist sie ein echter Hingucker, etwas ganz Besonderes“, erzählt Sybille Krüger. Auch in ihrer Freizeit geht sie mit offenen Augen durch die Welt und entdeckt überall Gegenstände, aus denen sich Kunst machen lässt. Ihr ganz privater Wohntipp ist übrigens ein weiß lackierter Holzfußboden. Er lässt jeden Einrichtungsgegenstand erst so richtig erstrahlen. Die antike schwedische Kommode ebenso wie den dänischen Designersessel.